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Amalgam 

Für das umstrittene Amalgam bietet das Berliner Zahnzentrum zahnästhetisch und funktionell haltbarere Alternativen

Was ist AmalgamAmalgam in den Backenzähnen als Zahnfüllung gilt nach neuesten medizinischen Erkenntnissen als umstritten und wird daher von unseren Zahnärzten nicht mehr verwendet?

Amalgam ist seit Langem als Füllmaterial für Zahnschäden bewährt und gilt in dieser Eigenschaft als ältester Füllstoff überhaupt. Kein Wunder, denn Amalgam-Füllungen sind bruchfest, widerstandsfähig, langlebig und kostengünstig obendrein. Selbst starke Beanspruchungen machen diesem Material kaum etwas aus, und so halten die sogenannten „Plomben“ problemlos oft zehn bis zwanzig Jahre oder sogar mehr. Dennoch steht der Universal-Füllstoff seit geraumer Zeit unter stetiger Kritik. Welche Vor- und Nachteile Zahn-Amalgam bietet und welche Alternativen es gibt: Der folgende Überblick klärt auf.Amalgam ist eine Legierung mit Verwendung von Quecksilber. Je höher der Quecksilberanteil ist, desto flüssiger ist Amalgam. Vermutlich werden Amalgam-Legierungen bereits seit rund 200 Jahren in der Zahnmedizin genutzt. Seit 1820 wird das Material intensiv eingesetzt.  Frühe Amalgamfüllungen enthielten einen hohen Zinnanteil. Ab 1980 nahm der Zinnanteil ab, dafür wurde mehr Kupfer eingesetzt. So erreichte man, dass sich die Korrosionsbeständigkeit erhöhte. Heute verwendet man Legierungen, die 40 % Silber, 30 % Kupfer und Zinn sowie 5 % Indium enthalten. Dazu kommen maximal 3 % Quecksilber und 2 % Zink.

Wie wird Amalgam eingesetzt?

Zahn-Amalgam ist eine Legierung bestehend aus den Metallen Zinn, Silber, Kupfer und Quecksilber. Diese Komponenten werden vom Zahnarzt gründlich vermischt und ergeben schließlich eine pastöse Masse, die sich aufgrund ihrer guten Verformbarkeit ideal in den bereits vorbereiteten Zahn einbringen lässt. Der Zustand der Verformbarkeit dauert circa zehn bis dreißig Minuten an. Danach härtet das Zahn-Amalgam aus und die Füllung wird fest. Bereits nach einer Stunde ist die Amalgamfüllung leicht belastbar. Nach vierundzwanzig Stunden schließlich ist sie dauerhaft stabil. Zahnärzte lieben das Material, da es sich leicht verarbeiten lässt. Auch unter schwierigen Bedingungen gelingt damit die Füllung kariöser Zähne. Beim Vermischen der notwendigen Zutaten entsteht eine plastische Masse, die nach etwa drei bis fünf Minuten erhärtet. In dieser Zeit wird die Füllmasse mit einer kleinen Spritzpistole in den Hohlraum des Zahns eingebracht. Zur Beliebtheit des Materials trägt auch bei, dass Amalgam haltbar und preisgünstig ist. So ist es gut verständlich, dass die Krankenkassen ihre Leistungen bei der Füllung kariöser Zähne jahrzehntelang auf Amalgamfüllungen konzentrierten.

Wie schädlich ist das Zahnfüllungsmaterial?

Schon vor über 100 Jahren sorgten sich Menschen um ihre Gesundheit, wenn Amalgamfüllungen verwendet wurden. Vor allem der hohe Quecksilbergehalt führte zu Verunsicherungen. Eindeutige Belege für gesundheitliche Schädigungen durch den Amalgameinsatz gibt es bis heute nicht. Es werden aber vereinzelt allergische Reaktionen beobachtet. Bei Schwangeren und Nierengeschädigten wird generell von Amalgamfüllungen abgeraten. Eine neurotoxische Wirkung des Schwermetalls ist bei starker Anreicherung nicht völlig ausgeschlossen. Aufgrund seines Inhaltsstoffes Quecksilber steht Amalgam im Verdacht, gesundheitliche Schäden hervorzurufen. Quecksilber kann durch den Kontakt zu sauren oder heißen Speisen und durch den Kauvorgang aus der Amalgam-Füllung herausgelöst werden. Einmal gelöst, wird Quecksilber im Körper gespeichert, wo es toxisch wirkt und zu allergischen Reaktionen oder Vergiftungserscheinungen führen kann. Ein weiterer und durchaus spürbarer Nachteil des Materials: Es kann galvanische Reaktionen hervorrufen. Diese zeigen sich, wenn neben Amalgamfüllungen noch weitere Metalle, beispielsweise in Form von Zahnkronen oder Zahnbrücken, im Mund befindlich sind. In diesem Fall kommt es zwischen den verschiedenen Zahnmetallen zu elektrischen Spannungen, die weit über den natürlichen Spannungen des menschlichen Körpers liegen. Ist dies der Fall, spricht man von der sogenannten „Mundbatterie“.


Wir bieten Ihnen Alternativen!

Aufgrund seiner Nachteile und der daraus erwachsenden Unsicherheit entscheiden sich Zahnärzte und Patienten immer häufiger gegen Amalgam. Besonders empfehlenswert ist dies für Menschen mit Quecksilber-Allergie oder mit Nierenschäden, aber auch für schwangere oder stillende Frauen und Kinder bis zum Alter von sechs Jahren. Alle Patienten, die kein Zahn-Amalgam verwenden dürfen oder möchten, können auf geeignete Alternativmaterialien zurückgreifen. Dazu gehören beispielsweise Gold, Keramik oder Komposit. Gold und Keramik werden als Inlay in den Zahn verbracht. Komposit ist ein zahnfarbenes Gemisch, das aus Kunststoff und feinen Glaspartikeln besteht und sich plastisch an die Form des vorbereiteten Zahns anpassen lässt.

Wir verwenden in unserer Praxis grundsätzlich kein Amalgam!

Wenn Sie zu uns kommen, können Sie also völlig beruhigt sein: Ihre Zähne kommen mit Quecksilber nicht in Berührung. Denn Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden liegen uns am Herzen! Wir besprechen mit Ihnen individuell den Behandlungsplan und schlagen Ihnen geeignete Materialien zur Füllung kariöser Stellen vor. Viele Patienten wählen gern Kunststoff. Er ist fast unsichtbar, sodass die Zahnfüllung von außen kaum erkennbar ist. Auch Füllungen aus Gold oder Keramik sind möglich. Die Herstellung im Labor dauert eine gewisse Zeit; deshalb sind mindestens zwei Sitzungen nötig. Es geht aber einfacher und schneller: Mit dem modernen Cerec-Verfahren bieten wir Ihnen eine überzeugende, qualitativ hochwertige Zahnrestauration an. Sie erhalten in kürzester Zeit gut aussehende und haltbare Inlays – und das ohne Schmerzen.

Amalgamsanierung

Patienten, die sich von vorhandenen Amalgam-Füllungen trennen möchten, können eine Amalgamsanierung durchführen lassen. Im Rahmen der Amalgamsanierung werden alle Amalgamfüllungen entfernt und durch Kompositfüllungen oder Inlays ersetzt. Ob und wann eine Amalgamsanierung erforderlich ist, hängt von Alter und Zustand der vorhandenen „Plomben“ ab. Sind diese beispielsweise durch nächtliches Zähneknirschen stark beschädigt, ist eine Amalgamsanierung dringend zu empfehlen. Gleiches gilt generell bei allen undichten oder beschädigten Füllungen mit Amalgam. Nicht zuletzt aus Gründen der Zahnästhetik kann eine Amalgamsanierung durchaus sinnvoll sein. Sind die alten Füllungen entfernt, werden die Zähne mit neuen Komposit-Füllungen oder Inlays aus Gold, Porzellan, Keramik, Glas oder Keramik versorgt. Diese können vorab vom Zahntechniker im Labor gefertigt werden und werden in einer zweiten Sitzung in den Zahn verbracht. Alternativ dazu kann der Zahnarzt auch die moderne CEREC-Technik verwenden, und ästhetische Zahnfüllungen direkt am Zahnarztstuhl erstellen. Parallel zur Amalgamsanierung und Neu-Versorgung der Zähne wird eine Quecksilberausleitung empfohlen. Die entfernten Amalgamfüllungen schließlich werden von der Zahnarztpraxis als Sondermüll entsorgt.

Letzte Aktualisierung dieser Seite vom Berliner Zahnzentrum: 09.10.2014