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Aufbissschiene

Eine Aufbisschiene schützt die Zähne bei nächtlichem Zähneknirschen 

Eine Aufbissschiene schützt bei nächtlichem Zähneknirschen (bruxismus) oder einer Fehlfunktion der KiefergelenkeLeiden auch Sie unter unbewusstem Zähneknirschen (Bruxismus) oder unter einer Fehlfunktion der Kiefergelenke (kraniomandibuläre Dysfunktion)? In beiden Fällen kann Ihnen eine Aufbissschiene helfen.

Beim Zähneknirschen werden die Zähne unwillentlich aufeinander gerieben oder gepresst, so dass die Zahnsubstanz auf Dauer beschädigt werden kann. Außerdem treten Kaugeräusche auch ohne Nahrungsaufnahme auf. Als Symptome des Zähneknirschens zeigen sich Abschleifspuren an der Zahnoberfläche. Bei besonders starkem Knirschen können Zähne empfindlich werden oder sich sogar lockern. Zudem klagen die Patienten teilweise über Schwindelgefühle, Ohrenschmerzen und Ohrgeräusche (Tinnitus). Nach Schätzungen leiden etwa 80 Prozent aller erwachsenen Patienten mit Krankheiten des Zahnhalteapparates an Bruxismus.

Zähneknirschen, das bei Patienten aller Altersstufen sowohl tagsüber als auch nachts auftreten kann und bei dem extrem starke Kräfte auf die Zähne und den Zahnhalteapparat einwirken, erfolgt oft unbewusst. Es konnten Fälle nachgewiesen werden, in denen im Schlaf 45 Minuten lang eine Kraft von über 100 Kilogramm auf die Zähne und den Zahnhalteapparat einwirkte.

Zwar lassen sich die Ursachen des Zähneknirschens nicht allein durch eine zahnärztliche Behandlung beseitigen, doch können die durch Bruxismus entstehenden Folgeschäden wie z. B. ein Substanzverlust der Zähne durch Abrieb (Abrasion) und Schäden am Zahnhalteapparat durch Verwendung einer Aufbissschiene (auch "Knirscherschiene") aus Kunststoff vermieden werden. Die durchsichtigen Aufbissschienen verteilen den beim unbewussten Zusammenbeißen entstehenden Kaudruck gleichmäßig auf die Zähne und schützen diese so vor weiterem Abrieb. Zu einer umfassenden Therapie des Zähneknirschens gehört neben dem Einsatz einer Aufbissschiene auch die Behandlung der einem Bruxismus zugrunde liegenden Ursachen, wie z. B. psychischen Stress.

Bei einer kraniomandibulären Dysfunktion (CMD) liegt eine psychisch oder funktionell bedingte Erkrankung des Kausystems vor, die zumeist auf einer falschen Positionierung von Ober- und Unterkiefer zueinander beruht. Zwecks Behandlung einer CMD wird oft nur eine Aufbissschiene z. B. für den Unterkiefer erstellt und auf diesen aufgesteckt.

Damit eine Aufbissschiene erstellt werden kann, fertigt der Zahnarzt zunächst einen Abdruck von Ober- und Unterkiefer an. Anschließend wird die Aufbisssschiene durch einen Zahntechniker aus zumeist weichem Kunststoff hergestellt. Die Schiene, die alle Zähne erfasst, reicht über den Zahnumfang hinaus, berührt jedoch nicht den Zahnfleischsaum, um Druckstellen zu vermeiden. Bei Beschädigung der Aufbissschiene durch einen hohen Press- oder Kaudruck muss ggf. eine neue Schiene hergestellt werden. Da zwischenzeitliche Veränderungen der Zahnstellung möglich sind, wird in diesem Fall zunächst ein neuer Kieferabdruck erstellt.
Letzte Aktualisierung dieser Seite vom Berliner Zahnzentrum: 17.09.2014