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Bruxismus 

Bruxismus - Bei Zähneknirschen hilft die Knirscherschiene des Zahnlabors des Berliner Zahnzentrums

Knirschen mit den ZähnenWenn Sie an Bruxismus - Zähneknirschen - leiden, sagt Ihnen das möglicherweise Ihr Partner, weil er/sie sich nachts belästigt fühlt. Doch auch tagsüber ist das Knirschen spürbar, teilweise schmerzhaft und vor allem schädlich für Zähne, Kiefer und Zahnhalteapparat. Bruxismus ist schon immer bekannt und im Volksmund wie der Literatur sprichwörtlich, erste wissenschaftliche Untersuchungen gab es ab 1934 und sehr fundiert 1991 von Harold Gelb. Das Wort leitet sich vom griechischen brygmos (βρυγμός = "das Zähneknirschen") ab, womit aus zahnmedizinischer Sicht auch das Aufeinanderpressen der Zähne gemeint ist. Diese verschleißen dadurch und überlasten Kiefern und Muskeln. Die Folgen können heftige, dauerhafte Schmerzen und sogar ein Tinnitus, Sehstörungen, Schwindel und Übelkeit sein. Ihr Zahnarzt spricht beim komplexen Auftreten aller Symptome von einer CMD, der Kraniomandibulaeren Dysfunktion.

Bruxismus: Erscheinungsformen und Ursachen

Das Zähneknirschen kann nur im Schlaf auftreten und zählt dann zu den Schlafstörungen beziehungsweise schlafbezogenen Bewegungsstörungen, es kann mit weiteren Schlafstörungen wie Schlafwandeln gekoppelt sein. Bislang gibt es noch vergleichsweise wenig Studien zu dem Phänomen, unter dem Sie als Betroffener wahrscheinlich ernsthaft leiden und das die Zahngesundheit nachhaltig beeinträchtigen kann. Die Wissenschaft ist sich noch nicht einmal darüber einig, ob es eine genetische Veranlagung zum Bruxismus gibt und ob dieser wirklich immer behandelt werden sollte. Sollten Sie jedoch Ihren Zahnarzt danach befragen, so ist vermutlich Behandlungsbedarf indiziert. Zu den Risikofaktoren gehören:

  • Schlafstörungen wie das Schlafapnoe-Syndrom, Schnarchen und Tagesmüdigkeit
  • Chronischer Stress und/oder Angst, womit Zähneknirschen landläufig in Verbindung gebracht wird
  • Alkohol, Koffein, Rauchen und bestimmte Medikamente

Etwas ältere Menschen knirschen häufiger auch tagsüber mit den Zähnen, selbst wenn sie in früheren Lebensphasen davon nicht betroffen waren. Das deutet sehr stark auf stress- und ermüdungsbedingte Ursachen hin.

Folgen und Therapie von Bruxismus

Rein mechanisch kann die Bisslage der Zähne durch das Zähneknirschen (Bruxismus) um 0,01 bis 0,1 mm vom Optimum abweichen, ab 0,1 mm stellt sich mechanischer Abrieb ein, der Bruxismus gilt dann wenigstens aus zahnmedizinischer Sicht als behandlungsbedürftig. Auch stört die Fehlstellung der Zähne den Schlaf, es wird mehr Adrenalin ausgeschüttet, Schlafapnoe (Atemstillstand) tritt gehäufter und länger auf. Wenn unter Stress die Phasen mit gehäuftem Zähneknirschen (Brusxismus) anhalten, erleidet die Kaumuskulatur ein Trauma, der Muskeltonus steigt spürbar. Sie nehmen als Betroffener Schmerzen und Spannungen in den Kiefern wahr. Auch Ihr Kaudruck steigert sich durch die nachlassende Sensibilität im Zahnhalteapparat auf bis zu zehnfache Werte, was ernsthafte Schäden an den Zähnen verursacht. Therapeutisch werden Selbstbeobachtung, Selbstmassage, Physiotherapie, Psychotherapie (bei Stressindikation) und eine durch das Zahnlabor angefertigte Knirscherschiene empfohlen. Eingriffe an den Zähnen wiederum sollten unterbleiben, solange Bruxismus in verstärkter Form besteht.
Letzte Aktualisierung dieser Seite vom Berliner Zahnzentrum: 09.10.2014