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Dentition 

Dentition ist der Durchbruch von Zähnen in die Mundhöhle

Unter der sogenannten Dentition versteht die Zahnmedizin den Durchbruch von Zähnen in die Mundhöhle. Der Begriff 'Dentition' leitet sich von dem lateinischen Wort 'dentire' ab, das so viel bedeutet wie 'zahnen'.

Wie häufig erfolgt eine Dentition?

Im Laufe Ihres Lebens sind Sie als Mensch in der Regel zweimal von einer Dentition betroffen: Im Rahmen eines ersten Zahndurchbruches treten die Milchzähne aus dem Kieferknochen, während sich infolge der zweiten Dentition die bleibenden Zähne in der Mundhöhle positionieren. Einsatz und Dauer beider Dentitionen unterscheiden sich interindividuell und sind unter anderem von Faktoren wie dem persönlichen Körperwachstum und der relativen Größe von Gesichtsschädel und Kiefer abhängig.

Zeitfenster eines Zahndurchbruches:

Im statistischen Durchschnitt ist die erste Dentition beim Kleinkind nach Vollendung des 2. - 3. Lebensjahres abgeschlossen. Das nun vollständige gesunde Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen.
Der zweite Zahndurchbruch setzt dann etwa im 6. - 7. Lebensjahr eines Kindes ein und erstreckt sich über mehrere Jahre. Ein Gebiss in entsprechender Entwicklungsphase wird auch als Wechselgebiss bezeichnet. Erst im ungefähren Alter von 16 - 18 Jahren beginnt dann bei einem jungen Menschen der Durchbruch der Weisheitszähne - dieser Prozess, der sich mitunter bis in das hohe 3. Lebensjahrzehnt erstrecken kann, zählt nach medizinischer Definition ebenfalls noch zu der zweiten Dentition einer Person. Nach unbeeinträchtigtem zweitem Zahndurchbruch verfügt ein Mensch schließlich über ein vollständiges Erwachsenengebiss, das aus 32 Zähnen besteht.

Dentition & mögliche Beeinträchtigungen:

Sind in Ihrem Gebiss einzelne oder mehrere Zähne im Verlauf der zweiten Dentition nur teilweise, in falscher Position oder gar nicht in die Mundhöhle durchgedrungen, so liegt bei Ihnen eine sogenannte Dentitionsstörung vor: Von einem retinierten Zahn ist etwa dann die Rede, wenn ein entsprechendes Zahnwurzelwachstum zwar abgeschlossen (was beispielsweise mithilfe einer Röntgenuntersuchung erkannt werden kann), die Zahnkrone aber nicht in den Mundraum vorgedrungen ist. Wird bei Ihnen ein sogenannter teilretinierter Zahn entdeckt, so ist dieser dagegen in nicht ausreichender Weise durch den Kiefer gebrochen.
Auch hinsichtlich des individuellen Zeitraumes eines Zahndurchbruches kann von einer Form der Dentitionsstörung die Rede sein; setzt ein entsprechender Durchbruch beispielsweise mit (am Durchschnitt orientierter) deutlicher zeitlicher Verzögerung ein, wird diese Tatsache in der Zahnmedizin als retinierter Zahndurchbruch bezeichnet.
Nicht zuletzt kann auch ein regulär erfolgter Zahndurchbruch im Laufe Ihres Lebens zu Beschwerden führen - so geht etwa nicht selten ein sehr ausgeprägter Durchbruchdruck von Weisheitszähnen mit späteren Fehlstellungen übriger Zähne einher.
Leiden Sie unter Beschwerden und/oder Einschränkungen, die auf eine Dentitionsstörung zurückzuführen sind, ist in der Regel eine lindernde zahnmedizinische Intervention möglich. Über geeignete Therapieschritte ist dabei auf Grundlage Ihrer persönlichen Symptomatik zu entscheiden.

Letzte Aktualisierung dieser Seite vom Berliner Zahnzentrum: 02.07.2014