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Gaumen 

Bei Gaumenschmerzen kommen verschiedene Erkrankungen als Ursache infrage

Der Gaumen ist die obere Begrenzung der Mundhöhle - Eine schematische DarstellungDer Gaumen, fachlich als Palatum(Mehrzahl: Palate) bezeichnet, ist die mit Schleimhaut überzogene obere Begrenzung der Mundhöhle. Er scheidet diese von der Nasenhöhle und vom Rachen und ist das Widerlager für die Zunge. Daher ist er von großer Bedeutung beim Sprechen und bei der Nahrungsaufnahme.

Den eigentlichen beziehungsweise harten Gaumen bilden Knochenplatten, welche sich vom Oberkiefer aus in die Mundhöhle erstrecken, sowie die waagerechten Teile beider Oberkiefer- und Gaumenbeine. Diese vier Knochenteile sind durch Nähte miteinander verbunden. Zum Rachen hin setzt sich der harte Gaumen in das Gaumensegel fort. Von diesem gehen zwei Schleimhautfalten aus, die zur seitlichen Rachenwand und zum Zungengrund führen. Diese werden auch Gaumenbogen genannt. In der Mitte des menschlichen Gaumens befindet sich außerdem das Gaumenzäpfchen.

Wenn Sie unter Gaumenschmerzen leiden, kommen verschiedene Erkrankungen als Ursache infrage. Die Intermediusneuralgie verursacht beispielsweise einen streng einseitigen, attackenförmigen Gesichtsschmerz in der Region des äußeren Gehörgangs, der zum Gesicht, in den Gaumen, den Oberkiefer oder in das Ohr hinein ausstrahlen kann. Dieser Schmerz wird häufig von einer Überfunktion der Speicheldrüsen begleitet.

Wenn bei Ihnen eine Glossopharyngeusneuralgie vorliegt, kommt es gleichfalls zu einseitigen heftigen Schmerzattacken. Diese treten im Bereich des weichen Gaumens, des Rachens und des Zungengrundes auf und können in die Zähne und zum Ohr ausstrahlen. Auslöser für die Schmerzen sind unter anderem Druck in der Mandelregion, Zungenbewegungen und Gähnen.

Als weiterer Grund für bei Ihnen vorliegende Gaumenschmerzen kommt eine Laryngeus-superior-Neuralgie infrage. Bei dieser treten sekundenlange heftige Schmerzattacken im seitlichen Kehlkopfbereich auf, die häufig zu Unterkiefer, Gaumen oder Ohrläppchen ausstrahlen. Zu den charakteristischen Auslösemechanismen zählen Sprechen, Schlucken, Husten und starkes Gähnen.

Auch Zoster oticus, eine Sonderform des Herpes Zoster zählt zu den Ursachen von Gaumenschmerzen. Diese Erkrankung geht mit heftigen Schmerzen und einer Bläschenbildung im Ohr und dem angrenzenden Gesichtsbereich einher. Weitere Symptome dieser Krankheit sind Gleichgewichts- und Geschmacksstörungen, die mitunter von Trigeminusausfällen und einer Gesichtslähmung begleitet werden.

Liegt bei Ihnen zusätzlich zu den Schmerzen eine Schwellung vor, kann es sich um einen Gaumenabszess handeln. Dieser geht überwiegend von den Zähnen aus und betrifft zumeist den harten Gaumenteil. Die Schmerzhaftigkeit eines solchen Abszesses hat ihren Ursprung in der relativen Gaumenschleimhaut und dem fehlenden Fettgewebe. Wegen der Nähe zur Gaumenarterie muss der Zahnarzt bei der Eröffnung des Eiterherdes sehr vorsichtig agieren, da eine Verletzung starke Blutungen verursachen kann. Daher erfolgt die Schnittführung entweder in der Gaumenmitte oder nahe am Zahnfleischrand.

Letzte Aktualisierung dieser Seite vom Berliner Zahnzentrum: 28.12.2013