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Fissurenversiegelung

Eine Fissurenversiegelung schützt einen Zahn durch Härtung des Zahnschmelzes vor Karies und hält in somit lange gesund

Ihre seitlichen Backenzähne leisten beim Kauen der Nahrung tagtäglich Schwerstarbeit. Unterstützt werden Ihre Zähne von den zahlreichen Erhöhungen und Vertiefungen der Backenzähne, den sogenannten Höckern und Fissuren. Durch die hohe Beanspruchung sind diese Fissuren anfällig für Erkrankungen, insbesondere für Karies. Eine Fissurenversiegelung kann das Risiko einer Erkrankung an den Kauflächen dauerhaft und wirkungsvoll beseitigen.

Die Behandlung

Jede FissurenversiegelungVersiegelung der Fissuren durch den Zahnarzt beginnt mit einer eingehenden Analyse der Zähne, denn nur gesunde Zähne kommen für eine Versiegelung in Betracht. Sind die Backenzähne von Karies betroffen, ist in der Regel eine Füllung die bessere Alternative. Wenn eine Fissurenversiegelung möglich ist, müssen die Kauflächen der Zähne zunächst gründlich gesäubert werden. Anschließend wird auf die Grübchen der Kaufläche ein spezielles Gel aufgetragen, mit dessen Hilfe das gesamte Areal leicht angeraut wird. Eine aufgeraute Oberfläche verbessert die Haltbarkeit der späteren Fissurenversiegelung erheblich. Nachdem das Gel die Kaufläche des Backenzahns ausreichend aufgeraut hat, wird es entfernt, der Zahn gründlich gespült und  getrocknet. Nun ist der Zahn ausreichend vorbereitet, um im Zuge einer Grübchenversiegelung versiegelt zu werden. Die Versiegelung wird auf die Kaufläche aufgetragen und angepasst. Wichtig ist vor allem der sogenannte Biss, das perfekte Zusammenspiel der oberen und unteren Backenzähne. Im letzten Schritt wird der aufgetragene Schutz getrocknet, um optimal auszuhärten. Die gesamte Behandlung ist für Sie als Patient sehr schonend, weil keinerlei mechanische Einwirkungen am Zahn (Spritze, Bohrer) notwendig sind. Außerdem beansprucht das Prozedere der Fissurenversiegelung nur 15 Minuten.

Mögliche Zähne und relevante Patientengruppen

Bei der Entscheidung über eine Fissurenversiegelung sollte dem Urteil des Zahnarztes vertraut werden. Er kennt alle Risikofaktoren und fällt sein Urteil unter Berücksichtigung wichtiger Aspekte. Dazu zählt ein erhöhtes Kariesrisiko, das aus Erkrankungen im Mundraum oder aus Beeinträchtigungen durch Hilfsmittel bzw. Prothesen resultiert. Auch bei ausgeprägten Fissuren der Backenzähne oder bei beginnender Schmelzkaries ist eine derartige Versiegelung eine sinnvolle Vorbeugung.
Da es das Ziel einer Fissurenversiegelung ist, den Zahn lange gesund zu halten, ist eine frühzeitige Behandlung wichtig. Deshalb sollten vor allem Kinder und Jugendliche über diesen dauerhaften Schutz der Backenzähne nachdenken, weil hier die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen, kann eine Versiegelung im Erwachsenenalter sinnvoll sein.

Was Sie noch über Fissurenversiegelungen wissen sollten

Die Risiken für den Patienten sind bei einer Fissurenversiegelung gering. Die Analyse, die Reinigung und die Versiegelung sind ausgesprochen schonende Verfahren, weil die verwendeten Materialien verträglich sind. Ferner ist die Behandlungsmethode erprobt und bewährt. Daher ist eine Versiegelung für Patienten mit Zahnarztangst eine schonende und angstfreie Methode der Vorbeugung. Einzig das verwendete Gel kann in seltenen Fällen eine lokale allergische Reaktion hervorrufen. Insgesamt ist das Verfahren wegen seiner hohen Effizienz, der schonenden Behandlung und den gesundheitskonformen Materialien weltweit anerkannt.