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Fluoridierung

Eine Fluoridierung härtet und schützt den Zahnschmelz der Zähne

In Bezug auf die FluoridierungSchutz der Zähne durch Behandlung der Zähne mit Fluor der Zähne kursieren einige Gerüchte, die Ihnen vielleicht Sorgen machen können. In erster Linie geht es bei diesen Gerüchten darum, dass Fluor ein starkes Gift ist, welches nicht mit Absicht dem Körper zugeführt werden sollte. Dies ist auch korrekt, jedoch wird bei der Fluoridierung niemals reines Fluor eingesetzt. Nützlich für die Zähne sind ausschließlich die Fluoride, die aus einer Verbindung aus Fluor und einem anderen Element bestehen. Durch diese chemische Verbindung erhalten Fluoride vollkommen andere Eigenschaften als die beiden Ausgangsstoffe. Fluoridsalze sind für den menschlichen Körper ein wichtiges Spurenelement.

Wirkungsweise der Fluoride

Wie genau die Fluoride die Zähne schützen, ist noch nicht abschließend geklärt. Fakt ist jedoch, dass die Säureattacken, die täglich auf die Zähne einwirken durch Fluoride deutlich abgeschwächt werden können. So konnte im Labor zum Beispiel nachgewiesen werden, dass die Säure bildenden Bakterien in fluoridhaltiger Umgebung weniger Säure produzieren. Wird die Fluoridierung lokal angewendet, das Fluorid also direkt auf die Zähne aufgetragen, bildet sich eine stark fluoridhaltige Kristallschicht auf dem Zahnschmelz. Eine weitere Wirkung besteht darin, dass die Remineralisierung der Zähne durch Fluoride unterstützt wird. Bei dieser Remineralisierung wird Kalzium aus dem Speichel in die Oberfläche der Zähne eingebaut. Dies ist wichtig, weil auch bei gut fluoridierten Zähnen stets genug Säure entsteht, um Kalzium aus dem Zahnschmelz auszuwaschen. Solange Auswaschung und erneuter Einbau von Kalzium sich die Waage halten, bleiben die Zähne von Karies verschont.

Möglichkeiten der Fluoridierung

Sie können Fluorid über Ihre Nahrung aufnehmen. Da der Boden in Europa jedoch allgemein recht wenig Fluorid enthält, ist es schwierig, eine ausreichende Menge des Spurenelementes aus heimischen Lebensmitteln aufzunehmen. Meeresfisch und schwarzer Tee dagegen gelten als gute Fluoridlieferanten. Um den täglichen Bedarf für eine optimale Kariesprophylaxe zu decken, empfehlen Mediziner, dass beim Kochen fluoridiertes Salz eingesetzt wird. Auch die Einnahme von speziellen Fluoridtabletten können Sie in Erwägung ziehen. In einigen Ländern erfolgt eine Trinkwasserfluoridierung um das Kariesrisiko in der Bevölkerung zu senken. Im Rahmen dieser Fluoridierungsmaßnahmen werden Fluorid der Trinkwasser beigemischt.

Zahnärzte vertreten jedoch allgemein die Auffassung, dass die Aufnahme von Fluorid über die Nahrung den Zähnen keinen ausreichenden Schutz gewährt. Sie empfehlen daher die lokale Fluoridierung. Wenn Sie eine hochwertige Zahncreme verwenden, hat diese bereits eine Fluoridgehalt  von bis zu 1500 ppm Fluorid. Zusätzlich können Sie einmal in der Woche ein Fluoridgel nutzen, welches den Zahnschmelz noch mehr mit Fluorid anreichern kann. Im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung gehört die Fluoridierung der Zähne ebenfalls dazu.

Vorsicht im Wachstum mit Fluorid

Bieten Sie Ihren Kindern stets eine spezielle Kinderzahnpasta an, die weniger Fluorid enthält. Kinder verschlucken im Rahmen der Zahnpflege die Zahncreme noch sehr häufig, was bei herkömmlichen Produkten zu einer Überversorgung mit Fluorid führen könnte. Verfügt der Körper zum Zeitpunkt des Zahnwachstums über zu viel Fluorid, kann dies zu unschönen Verfärbungen der Zähne führen.