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Sedativum

Mit einem Sedativum ermöglichen wir Ihnen einen angstfreien Zahnarztbesuch

Viele Zahnarztpatienten empfinden bei einem Zahnarztbesuch eine große innere Unruhe oder erleiden sogar eine Panikattacke. Wir ermöglichen Ihnen eine angstfreie Zahnarztbehandlung durch den vielfach bewährten Einsatz beruhigender Sedativa.

Wie wirkt ein Sedativum?

Ein SedativumEin Sedativum beim Zahnarzt nimmt die Angst vor der Zahnbehandlung durch entspannten Tiefschlaf. (Beruhigungsmittel) ist ein Medikament, das aktivitätsdämpfend bzw. allgemein beruhigend wirkt. Ein vor der Zahnarztbehandlung verabreichtes Beruhigungsmittel vermindert die Stressbelastung von Angstpatienten. Idealerweise führen die Arzneimittel dazu, dass Sie als Zahnarztpatient Abstand von Ihren Ängsten gewinnen. Sedativa wirken tendenziell schlaffördernd und schalten bei höherer Dosierung die bewusste Wahrnehmung aus. Die Ansprechbarkeit während einer Zahnarztbehandlung und damit auch die Kooperationsfähigkeit des Patienten bleibt jedoch erhalten.

Der Wirkstoff Ketamin sorgt für ein angstfreies Verschlafen der Zahnbehandlung

Wir setzen bei Angstpatienten das Sedativum Ketanest ein, das den Wirkstoff Ketamin enthält. Ketanest sorgt in Verbindung mit dem Botenstoff Dopamin („Glückshormon“) dafür, dass Sie die Zahnarztbehandlung schmerzfrei und friedlich verschlafen. Das Sedativum stabilisiert außerdem den Kreislauf, fördert die Herztätigkeit und regt die Atemtätigkeit an.

Sorgfältige Voruntersuchung

Bevor wir das Arzneimittel Ketanest einsetzen, überprüfen wir sorgfältig Ihre körperliche Konstitution. Außerdem berücksichtigen wir mögliche Vorbelastungen: Beispielsweise behandeln wir Schwangere, Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion und Personen mit Bluthochdruck nicht mit dem Wirkstoff Ketamin. Auch eine Allergie gegen das Sedativum muss ausgeschlossen sein.
Nicht zuletzt müssen mögliche Wechselwirkungen des Wirkstoffs mit anderen Arzneimitteln berücksichtigt werden: Bei Einnahme von Schlafmitteln verlängert sich die Wirkung von Ketanest. In Kombination mit bestimmten Antiasthmatika kann es zu Krampfanfällen kommen. Werden Schilddrüsenhormone eingenommen, so kann Bluthochdruck und Herzrasen auftreten.

Wie wird des Arzneimittel Ketanest verabreicht?

Das Beruhigungsmittel Ketanest, das in Ampullen bereitsteht, wird intramuskulös oder intravenös verabreicht. Um möglicherweise entstehende unangenehme Träume zu vermeiden, erfolgt die Anwendung von Ketanest gemeinsam mit dem sogenannten „Benzodiazepin“ Dormicum, einem zweiten Beruhigungsmittel, das die Wirkung von Ketanest verlängert. Der Wirkstoff Dormicum ermöglicht auch zeitlich ausgedehntere Zahnarztbehandlungen, ohne dass Sie Schmerzen empfinden.
Die Dosis der Arzneimittel richtet sich nach der voraussichtlichen Behandlungsdauer. Bei einer intramuskulären Verabreichung wird eine höhere Dosis benötigt als bei einer intravenösen Zuführung der Sedativa. Obgleich die Beruhigungsmittel über die Venen schneller wirken als über das Muskelgewebe, so werden Sie bei beiden Verabreichungsformen von einem zahnärztlichen Eingriff bereits nach wenigen Minuten nichts mehr wahrnehmen.

Worauf achtet der Zahnarzt bei der Verabreichung eines Sedativums?

  • Die Intensität der Wirkung von Beruhigungsmitteln kann individuell unterschiedlich stark sein. Daher beobachtet der Zahnarzt die Wirkung der Arzneimittel bei einem kurzen Eingriff.
  • Grundsätzlich wählt der Zahnarzt die geringstmögliche Dosis, die geeignet ist, die gewünschte Beruhigung eines Angstpatienten herbeizuführen. Eine zu häufige Anwendung von Beruhigungsmitteln wird der Zahnarzt vermeiden, um eine Gewöhnung an ein Sedativum zu vermeiden.
  • Der Zahnarzt befragt den Patienten nach der Verabreichung des Medikaments, wie er die Behandlung durch das Arzneimittel empfindet. Diese Rückmeldung durch den Patienten ist von großer Bedeutung, da die Wahrnehmung durch den Arzt durchaus vom Empfinden des Patienten abweichen kann.
  • Das Team der Zahnarztpraxis stellt eine besonders sorgfältige medizinische Überwachung sicher, wenn ein Patient ein Sedativum erhalten hat, damit einem unbeabsichtigten Verlust des Bewusstseins jederzeit rasch entgegengewirkt werden kann.

Mögliche Nebenwirkungen von Sedativa

  • Der Zahnarzt informiert seinen Patienten über die Möglichkeit von Nebenwirkungen wie z. B. Kopfschmerzen, Tagesmüdigkeit, Sehstörungen und Übelkeit sowie Konzentrations- und Koordinationsstörungen. Während des Aufwachvorgangs sind lebhafte Träume möglich. Wenn die Dosis des Beruhigungsmittels zu groß ist, kann eine reduzierte Atemtätigkeit auftreten.
  • Bei einer dauerhaften Verabreichung von Sedativa kann eine Abhängigkeit entstehen. Mit zunehmender Behandlungsdauer werden dann höhere Dosen erforderlich, um eine ähnliche Wirkung wie bei der ersten Behandlung zu erzielen. Beruhigungsmittel dürfen daher nur unter ärztlicher Aufsicht verabreicht werden.
  • Nach der Anwendung von Sedativa sollten Patienten keinesfalls ein Auto fahren, da ihr Reaktionsvermögen durch das Beruhigungsmittel stark beeinträchtigt ist. Wenn bei Ihrer Zahnarztbehandlung ein Beruhigungsmittel verwendet wurde, so lassen Sie sich von einer Ihnen nahestehenden Person nach Hause bringen!


Vereinbaren Sie in unserer Praxis einen Termin, um sich über eine angst- und schmerzfreie Behandlung mit einem Sedativum zu informieren!

Letzte Aktualisierung dieser Seite vom Berliner Zahnzentrum: 12.05.2015