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Stomatitis 

Stomatitis bei Kindern erkennen und vom Zahnarzt behandeln lassen

Stomatitis bei KindWenn Sie oder Ihr Kind an Stomatitis (Mundfäule) leiden, wird Ihr Zahnarzt nach eingehender Anamnese eine medikamentöse Therapie vorschlagen. Die Krankheit wird durch das HSV-1 ausgelöst (Herpes-Virus simplex Typ 1), sie tritt fast ausschließlich bei Kindern bis zum dritten Lebensjahr und sehr selten bei älteren Personen auf.

Erkrankungsweg und Symptome der Stomatitis

In der Regel übertragen sich die Viren durch Speichelinfektion über gemeinsam benutztes Besteck, wobei der Verursacher selbst keine Symptome zeigen muss, weil rund 95 Prozent aller Menschen mit dem Virus leben, ohne es je zu bemerken. Dieses wird durch andere Erkrankungen und eine allgemeine Schwächung des Organismus aktiv, weshalb Kleinkinder bevorzugt erkranken. Die ersten Symptome sind Herpesbläschen im Mund und an der Lippe, die von hohem, bis zu fünftägigem Fieber begleitet werden. Ab dem zweiten bis dritten Tag schwillt das Zahnfleisch - zunächst schmerzfrei - an. Die typische Stomatitis zeigt ab diesem Zeitpunkt folgende Symptome im Mundbereich:

  • Entzündung
  • Rötung
  • Schwellung
  • großflächiger, fleckenförmiger Belag
  • Schleimhautblutungen
  • Mundgeruch
  • brennende Schmerzen
  • Nekroseherde und Ulzerationen (löchrige Stellen) in der Mundhöhle
  • Taubheitsgefühl und Schluckbeschwerden
  • Geschmacksverlust

Auf der Zunge sind weiße Bläschen erkennbar, die auf den Gaumen übergehen. Das Zahnfleisch kann leicht bluten, der Speichelfluss vermehrt sich, auch schwellen die Halslymphe an. Nach einer Woche heilt die Stomatitis ab und ist dann auch nicht mehr ansteckend. Zwischenzeitlich kann Essen und selbst Trinken nahezu unmöglich werden, was bei Kleinkindern prekäre Folgen hat. Auch Sprechen gelingt kaum noch, die Zunge schlägt dabei gegen die Zähne und schmerzt dabei heftig. Sollten Babys von einer Stomatitis betroffen sein, ist sehr schnelle Hilfe nötig, da eine Hirnentzündung und eine Hornhautschädigung des Auges drohen.

Stomatitis: symptomatische Therapie

Der Zahnarzt ist der erste Ansprechpartner bei einer Mundfäule, er verabreicht lokal wirksame Schmerzmittel sowie Paracetamol und Ibuprofen zur Schmerz- und Fiebersenkung. Die Therapie erfolgt symptomatisch, da die Viren selbst nicht auszurotten sind, obgleich sie durch Antibiotika zurückgedrängt werden. Die Krankheit heilt von allein aus. Als Medikamente kommen zum Einsatz:

Dexpanthenol als Vitamin B-Derivat
Chlorhexidin zur Desinfektion
Lokalanästhetika: Lidocain
Antihistaminika und Glucocorticoide (Triaminchinolon)

Auch eine pflanzliche Therapie mit Kamille, Salbei, Malve, Sanddorn und Pfefferminze ist bei mildem Verlauf wirksam und unterstützt in jedem Fall auf natürliche Weise die Heilung. Während der Stomatitis können nur gekühlter Kamillentee, klares Wasser und Milch getrunken werden, als Speisen kommen Eiscreme, Joghurt, Pudding, Reis, Nudeln, Milch- und Gemüsebrei infrage. Ein an Stomatitis erkrankter Mensch sollte daheimbleiben, um Ansteckungsgefahren zu unterbinden.  

Letzte Aktualisierung dieser Seite vom Berliner Zahnzentrum: 19.07.2014