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Der erste Wackelzahn

Der erste Wackelzahn muß nicht der Grundstein für lebenslange Angst vor dem Zahnarzt sein

Sicherlich kennen Sie das Problem: Lange haben Sie versucht, Ihre Kinder vor dem nicht immer ganz sympathischen Umfeld der Zahnarztpraxis zu bewahren. Doch kaum tritt der erste WackelzahnWackelzahn auf, müssen eben doch regelmäßige Kontrollen stattfinden. Grund genug, die lieben Kleinen schon frühzeitig an das notwendige Prozedere zu gewöhnen – und ihnen zu zeigen, dass doch alles gar nicht so schlimm ist.

Neue und fremde Eindrücke

Der Gang zum Zahnarzt gehört für uns Erwachsene zu den festen Pflichten, die ein gesundes und in Wohlbefinden geführtes Leben erfordert. In regelmäßigen Abständen sollten die Zähne untersucht und – falls notwendig – behandelt werden. Doch wer macht sich schon die Mühe, einmal darüber nachzudenken, wie Kinder das für sie fremde Umfeld einer Praxis wahrnehmen? Hier, wo das Licht der Speziallampe besonders intensiv leuchtet und wo die Geräuschkulisse der Bohrer und sonstigen Geräte ein nie erlebtes Szenario für die Kleinen gestaltet. Daher bedarf es einer großen Fürsorge, um den Kindern die Angst vor dem Zahnarzt zu nehmen. Das kann spielerisch gelingen, sollte stets aber die Bereitschaft der Mädchen und Jungen fördern, sich vertrauensvoll in die Hände des Mediziners zu begeben.

Die Zahnfee braucht Unterstützung

Es ist wunderbar, mit welcher Hingabe sich Bücher oder die Erzählungen im Kindertheater des zahnmedizinischen Themas annehmen. Vielleicht besitzt der Sohn oder die Tochter den festen Glauben daran, dass es die Zahnprinzessin gibt. Und doch zieren sich viele Eltern davor, das Kind mit in die Praxis zu nehmen. Darin allerdings liegt ein Irrglaube. Denn spätestens nach dem ersten Wackelzahn werden die bleibenden Zähne auftreten – und sie erfordern eine regelmäßige Pflege und Behandlung, um bis in das hohe Lebensalter intakt und gesund erhalten zu werden. Ratsam ist es daher, sämtliche Ängste beim Nachwuchs gar nicht erst auftreten zu lassen. Der Zahnarzt sollte als ebenso alltägliches wie wichtiges Berufsbild von den Kleinen wahrgenommen werden.

Der regelmäßige Besuch in der Praxis

Wichtig ist es, dem kleinen Patienten nicht alleine den Glauben an die ZahnfeeZahnfee zu belassen, sondern im halbjährlichen Abstand ebenso die Notwendigkeit einer Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt zu verdeutlichen. Dabei ist es auch nebensächlich, ob die Milchzähne offenkundig intakt sind oder dass gerade kein Wackelzahn erkennbar ist. Wichtiger gestaltet es sich, dem Kind die Normalität eines Besuches der Praxis näherzubringen und ihm bereits in sehr jungen Jahren die Angst vor diesem scheinbar fremden Umfeld zu nehmen. Die Mädchen und Jungen können daher gerne ihre Eltern zu den Routineuntersuchungen begleiten und damit bereits erste Erfahrungen im Warte- und Behandlungszimmer sammeln – wo man sich natürlich liebevoll um die kleinen Patienten der Zukunft bemühen wird.

Das Thema in den Alltag einbauen

Darüber hinaus ist es wichtig, den Zahnarzt und seine Behandlungsweisen mit dem Kind nicht erst dann zu besprechen, wenn ein Gang in die Praxis bevorsteht. Vielmehr kann über Bücher, Geschichten, Filme oder das Kindertheater wiederholt die Normalität des zahmmedizinischen Berufs betont werden. Auf diese spielerische Art verliert die eigene Tochter oder der Sohn schnell sämtliche Vorbehalte gegen den Arzt und wird zu diesem ein Vertrauensverhältnis aufbauen – die Basis, um auch in den kommenden Jahrzehnten angstfrei und unbekümmert sämtliche Untersuchungen und Behandlungen vornehmen zu lassen. Je mehr sich die Eltern darum bemühen, keinerlei Sorgen bei dem jungen Patienten aufkommen zu lassen, desto mehr wird dieser in seiner Gesundheit davon profitieren.

Darauf ist bei der Wahl der Praxis zu achten

Wann immer ein Wackelzahn vorliegt oder die Milchzähne erste Probleme offenbaren, kann die Zahnfee alleine nicht mehr helfen. Nunmehr ist der Besuch eines Zahnarztes alternativlos – doch nach welchen Kriterien sollte die Praxis eigentlich ausgewählt werden? Wichtig ist es, dass es sich nicht zwingend um speziell ausgebildete Kinderzahnärzte handeln muss. Dennoch sollte bei dem Mediziner ein besonderes Verständnis dafür vorliegen, sich den jungen Patienten anzunehmen. Das darf auch gerne etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen – denn was für uns Erwachsene zur Normalität gehört, ist den lieben Kleinen gänzlich fremd und muss ihnen behutsam nähergebracht werden. Erst dadurch verstehen die Kinder die Sinnhaftigkeit des Zahnarztberufes und werden früher oder später den Nutzen desselben erkennen.

Es geht auch ohne Kindertheater

Sobald die ersten Wackelzähne auftreten, sollte der Nachwuchs bereit für den Besuch beim Zahnarzt sein. Idealerweise wird in der Praxis den vielleicht doch noch auftretenden Sorgen des Kindes vorab begegnet. Der Mediziner und seine Helfer sollten über die natürliche Gabe verfügen, sich in das Denken und Fühlen des kleinen Patienten hineinzuversetzen. Welche Maßnahmen dazu erforderlich sind, muss stets im Einzelfall entschieden werden – daher ist es auch sehr wichtig, dass der Arzt neben dem medizinischen Verständnis ein Gespür für das Wesen seiner Patienten besitzt. Erst damit gelingt es, Kinder langfristig vor Ängsten zu bewahren und ihnen ein Leben mit gesunden und vitalen Zähnen zu ermöglichen.