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Zahnausfall

Zahnausfall vorbeugen und durch ästhetischen Zahnersatz beheben

ZahnausfallZahnausfall durch Verlust der Milchzähne beim Kind betrifft nicht nur ältere Menschen, sondern zunehmend auch jüngere Personen. Möglich ist sowohl ein teilweiser als auch ein vollständiger Zahnverlust, dem verschiedene Ursachen zugrunde liegen können. Fällt Ihnen ein gelockerter Zahn auf, so sollten Sie zeitnah Ihre Zahnarztpraxis zwecks Zahnbehandlung aufsuchen.

Was kann Zahnausfall verursachen?

Gewöhnlich harmlos ist der Ausfall von Milchzähnen, die im Alter von fünf oder sechs Jahren durch bleibende Zähne ersetzt werden. Zu den häufigsten Ursachen eines krankheitsbedingten Zahnausfalls gehört mangelnde Zahnhygiene, die langfristig zu Zahnfleischschwund durch Parodontitis (umgangssprachlich auch Parodontose) oder zu einer Karies-Erkrankung führen kann. Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung, die irreversible Zerstörungen des Zahnhalteapparats auszulösen vermag. Parodontitis kann sowohl von der Wurzelspitze als auch vom Zahnfleischsaum ausgehen. Bei fortgeschrittener Parodontitis lockern sich die Zähne und fallen schließlich aus dem Kieferknochen. Ab dem 43. Lebensjahr wird Zahnverlust häufiger durch Parodontose als durch Karies verursacht. Eine längeres massives Hungern (z. B. bei Magersucht) kann ebenfalls zu Zahnverlust führen. Knochenschwund (Osteoporose) beeinträchtigt die Skelett-Knochen und damit oft auch den festen Halt der Zähne. Raucher verfügen über ein gegenüber Nichtrauchern verdoppeltes Zahnausfall-Risiko. Vermutet wird, dass im Tabakrauch befindliche Schadstoffe eine Schädigung des Kieferknochens bewirken und damit letztendlich für die Lockerungen von Zähnen verantwortlich sind. So führt Nikotin zu einer schlechteren Durchblutung der Kieferknochen. Zudem hemmt Nikotin das Zahnfleischbluten, so dass Raucher dieses erste Warnzeichen für eine Erkrankung des Zahnhalteapparates wie Parodontose erst später als Nichtraucher erkennen können. Nicht zuletzt kann Zahnverlust durch mechanische Belastungen (z. B. durch einen unfallbedingten Stoß) verursacht werden.

Häufige Folgen eines Zahnausfalls

Zahnlücke durch Verlust des Schneidezahns bei FrauDurch den Ausfall eines oder mehrerer Zähne beispielsweise durch Parodontose entstehen Zahnlücken, die zu einem falschen Aufbiss führen: Der Kontakt zwischen den Zähnen des Unter- und Oberkiefers wird gestört. Als Folgeschäden können Verspannungen des Nackens und der Kaumuskeln sowie Kiefergelenks-Schmerzen auftreten. Nicht selten stellen sich chronische Rücken- und Kopfschmerzen als eine Folge von Zahnlücken heraus. Bei Fehlbelastungen der Kiefer entwickelt sich möglicherweise ein (insbesondere nächtliches) Zähneknirschen, das zu Schwindelgefühlen und Tinnitus führen kann. Fehlende Zähne lösen zudem oft einen Abbau des Kieferknochens und eine Überlastung der verbliebenen Zähne aus.

Zahnärztliche Untersuchung

Bei Ausfall von Milchzähnen bedarf es gewöhnlich keiner Behandlung in der Zahnarztpraxis. In allen übrigen Fällen muss eine Zahnbehandlung erfolgen, sobald sich Zähne lockern oder Zahnverlust auftritt. Ihr Zahnarzt überprüft bei jeder Untersuchung zunächst den Zustand von Zähnen und Zahnfleisch. Besondere Beachtung schenkt der Arzt Zahnfleischtaschen, deren Tiefe er feststellt. Mit einer Röntgenuntersuchung lässt sich untersuchen, ob von einer Entzündung auch der Kieferknochen betroffen ist.

Zahnbehandlung: Mögliche Therapien bei Zahnausfall


Die Therapie bei Zahnausfall erfolgt entsprechend der zugrunde liegenden Diagnose.

Die durch Zahnverlust entstandenen Zahnlücken können durch eine Teilprothese geschlossen werden, so dass das Gebiss wieder ein vollständiges Aussehen erhält und die Kau- und Sprechfunktionen wie zuvor wiederhergestellt werden. Möglich ist bei Zahnverlust eines Zahns die Einfügung eines Implantats in den Kieferknochen oder die Verwendung anderer Zahnersatzformen. Zahnimplantate stellen den bestmöglichen Zahnersatz in Funktion und Ästhetik dar. Wenn Patienten nicht nur an Zahnausfall, sondern auch an bislang ungeklärten Knochenbrüchen leiden, sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Bei einer eventuell festgestellten Osteoporose (Knochenschwund) erhält der Patient ein Vitamin-D-Präparat und weitere spezielle Medikamente. Verliert ein Patient aufgrund von Magersucht Zähne, so ist ergänzend zu einer Zahnbehandlung eine psychologische Therapie zu empfehlen. Der Therapeut hilft bei der Erkundung der Krankheitsursachen und beim Erlernung eines normalen Essverhaltens.

Wie können Sie einem Zahnausfall vorbeugen?

Die wichtigste Maßnahme gegen Zahnausfall ist eine regelmäßige und sorgfältige MundhygieneMundhygiene mit Zahnseide, um einer Parodontose vorzubeugen. Eine gründliche Reinigung setzt die Beherrschung einer wirksamen Zahnputztechnik voraus. Die Zahnzwischenräume, die von einer Zahnbürste nicht erreicht werden, müssen mit Zahnseide gereinigt werden, um das Entstehen einer Entzündung zu vermeiden. Antibakterielle Spülungen helfen bei der vorbeugenden Zahnpflege. Auch eine gesunde Ernährung trägt zur Gesundheit der Zähne bei. Zucker sollte nicht im Übermaß konsumiert werden, da ansonsten erhebliche Zahnschäden entstehen können. Regelmäßige zahnärztliche Routine-Untersuchungen stellen ebenfalls eine unerlässliche vorbeugende Maßnahme gegen Zahnausfall durch Parodontose dar. Dabei entfernt der Zahnarzt bakterielle Zahnbeläge (Plaque), die ansonsten eine Parodontitis begünstigen würden. Bei vorliegender Parodontitis führt der Zahnarzt regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durch. Der Patient wird zudem zu einer konsequenten Zahnreinigung angehalten. Bei fortgeschrittener Parodontitis kann eine Zahnbehandlung mittels Laser oder Ultraschall erforderlich werden. Manchmal ist auch eine operative Zahnbehandlung notwendig: Nach dem Aufschneiden einer Zahnfleischtasche kann das darunter liegende Zahnfleisch gereinigt werden. Je frühzeitiger Sie Ihre Zahnarztpraxis bei einer Entzündung des Zahnfleischs aufsuchen, desto größer sind die Chancen, einen Zahnverlust durch verfrühten Zahnausfall zu vermeiden.