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Keramikfüllung

Die Keramikfüllung beinhaltet Ästhetik und Haltbarkeit in Perfektion

Zahnfüllungen sind erforderlich, wenn ein Zahn durch Karies, Abnutzung oder Absplitterung beschädigt wurde oder wenn eine alte Zahnfüllung ersetzt werden muss. Keramikfüllungen als Zahnersatz stellen die Form und die Funktionsfähigkeit eines Zahns optimal wieder her. Eine Keramikfüllung im ZahnmodellKeramikfüllung (auch „Inlay“ oder „Einlagefüllung“) besteht aus besonders bruchfestem Material. Die Keramik-Inlays werden vom Zahnarzt mit einem Kunststoff in den für die Aufnahme der Füllung vorbereiteten Zahn eingeklebt.

Welche Vorteile haben Keramikfüllungen?

  • Keramikfüllungen zeichnen sich durch eine hohe Druckfestigkeit aus und eignen sich daher insbesondere für die Behandlung von Backenzähnen, die beim Kauen besonders hohen Druckbelastungen standhalten müssen. Die Verklebung der Keramikfüllung mit der Zahnsubstanz bewirkt eine nahezu vollkommene Einheit zwischen Zahn und Füllung. Außerdem ermöglicht die enge Verbindung von keramischem Zahnersatz und Zahnschmelz die Stabilisierung dünner Zahnwände.
  • Füllungen aus Keramik weisen eine lange Haltbarkeit auf, die durchschnittlich bei zehn Jahren liegt. Zum Vergleich: Eine Komposit-Füllung („Kunststofffüllung“) erreicht meist nur eine Lebensdauer von durchschnittlich vier bis sechs Jahren.
  • Beliebt sind die farblich an das Erscheinungsbild eines Gebisses exakt angepassten Keramikfüllungen wegen ihrer schönen ästhetischen Wirkung. Bei der Herstellung von Zahnersatz aus Keramik wird ein genau auf die Zahnfarbe abgestimmtes Keramikpulver verwendet. Keramikfüllungen beseitigen kaum sichtbar auch größere Zahndefekte. Zahnfüllungen aus Keramik verfärben sich im Zeitverlauf nicht. Dagegen fällt das dunkel-silbrige Amalgam jedem Betrachter rasch als Zahnersatz auf. Daher bevorzugt der Zahnarzt zumindest für den sichtbaren Frontzahn-Bereich kein Amalgam, sondern eine zahnfarbene Kunststofffüllung und für die seitlichen Zähne ein Keramik-Inlay.
  • Die Verwendung von Keramik-Inlays ermöglicht meistens die Schonung der Zahnsubstanz, da die Zahnfüllung vom Zahnarzt nicht zusätzlich im Zahn verankert werden muss.
  • Die Einfügung eines Keramik-Inlays erfordert nicht den Zeitaufwand, der bei Ausführung einer (in Mehrschichttechnik erstellten) Kunststofffüllung erforderlich ist.
  • Nicht zuletzt gilt das verwendete Keramik-Material als besonders bioverträglich. Wegen ihrer Metallfreiheit eignen sich Keramik-Inlays ausgesprochen gut für Allergiker. Zahnfüllungen aus Amalgam bestehen hingegen zu 50 Prozent aus (nicht stabil gebundenem) Quecksilber, das nach den Informationen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte „messbar“ zu einer Belastung des menschlichen Körpers mit dem Schwermetall beiträgt.


Weisen Zahnfüllungen aus Keramik auch Nachteile auf?

  • Der große Herstellungsaufwand von Keramikfüllungen führt im Vergleich z. B. zu Amalgamfüllungen oder Kompositfüllungen zu höheren Kosten. Je nach technischem Aufwand, Lage des Zahns und der Größe einer Zahnfüllung liegen die zusätzlichen Kosten bei etwa 400 bis 800 Euro. Diese Mehrkosten für den Zahnersatz werden von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht getragen. Vielmehr müssen die Kosten für Keramikfüllungen, soweit sie den Aufwand einer Amalgamfüllung übersteigen, in den meisten Fällen durch den Patienten selbst übernommen werden. Bei einer ärztlichen Bescheinigung einer vorliegenden Quecksilber-Allergie ist allerdings eine Übernahme der Kosten für den keramischen Zahnersatz durch eine gesetzliche Krankenkasse möglich. Die Krankenkasse wird die Kosten für ein Keramik-Inlay in der Regel auch dann tragen, wenn sich die Zahnfüllungen im sichtbaren Zahnbereich befinden. Die Übernahme der Kosten für Zahnersatz durch eine private Krankenversicherung hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab.
  • In seltenen Fällen kann der zur Befestigung des Keramik-Inlays verwendete Kunststoffkleber eine allergische Reaktion auslösen.
  • Bei perfekter farblicher Gestaltung lassen sich Keramikfüllungen durch den Zahnarzt oft nur unter Schwierigkeiten wieder entfernen, soweit dies einmal erforderlich werden sollte. Deshalb wird eine minimale, kaum erkennbare Farbabweichung des Inlays vom Zahn als eher vorteilhaft betrachtet.


Wie werden Zahnfüllungen aus Keramik hergestellt und eingefügt?

Keramik-Inlays werden außerhalb des Mundbereichs hergestellt. Das Grundmaterial einer Keramikfüllung besteht aus Silikatglas, Aluminiumoxid oder Zirkonoxid. Die Bestimmung der individuellen Inlay-Farbe erfolgt durch den Zahnarzt anhand einer Farbskala. Nicht auf der Farbskala enthaltene Mischfarben können manuell hergestellt werden. Die Stärke einer Keramikfüllung sollte ebenso wie der Durchmesser der noch vorhandenen Zahnsubstanz zumindest zwei Millimeter betragen. Der Zahnersatz wird entweder in einem Zahnlabor oder unmittelbar in der Zahnarztpraxis angefertigt. Die benötigte Form von KeramikfüllungenKeramikfüllungen in Backenzähnen wird mit der sogenannten CEREC-Methode, einem speziellen CAD/CAM-Verfahren computergesteuert berechnet und mittels eines Schleif-Roboters aus dem Keramikmaterial herausgefräst. Möglich ist aber auch die manuelle Abnahme des Inlays von einem Gipsmodell. Der Zahnarzt setzt anschließend das passgenau angefertigte Keramik-Inlay in den beschädigten Zahn ein. Damit der Klebstoff das Inlay sicher hält, ist es erforderlich, dass der Zahn bei der Einfügung einer Keramikfüllung vollkommen trocken ist. Schon die Feuchtigkeit in der Atemluft kann sich nachteilig auswirken. Daher schirmt der Zahnarzt nach Möglichkeit den zu behandelnden Zahn mit einem Tuch aus Gummi oder elastischem Kunststoff ab („Kofferdam“, „Spanngummi“).