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Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten ist meist ein Zeichen für eine Zahnfleischentzündung

Zahnfleischbluten ist zumeist das Symptom einer Zahnfleischentzündung. Handelt es sich dabei um eine leichte Zahnfleischentzündung, die sogenannte Gingivitis, so kann das Bluten durch gründliche Reinigung und sorgfältige Mundhygiene behoben werden. Liegt bereits eine chronische Zahnfleischentzündung (Parodontose) vor, sind wirkungsvollere Therapiemaßnahmen erforderlich. Eine Behandlung ist in beiden Fällen jedoch unumgänglich.

ZahnfleischblutenUrsachen für Zahnfleischbluten

Die häufigste Ursache für Zahnfleischbluten ist mangelhafte Mundhygiene. Viele Betroffene putzen ihre Zähne zwar zweimal täglich. Allerdings werden schwer zugängliche Stellen dabei oft gar nicht oder nur unzureichend gesäubert. Besonders am Zahnfleischsaum, an Füllungsrändern oder in den Zahnzwischenräumen bleiben die festgesetzten Bakterien von der Zahnbürste häufig unerreicht. Von dort aus können sie sich weiter verbreiten und in tiefere Bereiche vordringen. Dabei geben sie schädliche Stoffwechselprodukte an das Zahnfleisch ab, die schließlich zu einer Entzündungsreaktion führen. Das Zahnfleisch wird druckempfindlich und beginnt bei kleinsten Reizungen zu bluten.

Zunächst handelt es sich dabei um eine leichte Zahnfleischentzündung, die als Gingivitis bezeichnet wird. Wird diese jedoch nicht behandelt, so kann sie in eine chronische Form übergehen. Ist dies der Fall, so spricht man von der Parodontitis. Fataler Unterschied zur Gingivitis: Die Parodontitis beschränkt sich nicht auf das Zahnfleisch, sondern zieht den gesamten Zahnhalteapparat in Mitleidenschaft. Zunächst kommt es dabei zum Rückbau des Kieferknochens. Der Rückbau der Knochensubstanz wiederum führt zu einer Lockerung der Zähne. Letztlich droht der Zahnverlust.

Wann ist der Zahnarztbesuch erforderlich?

Zeigt sich leichtes Zahnfleischbluten, können Betroffene zunächst versuchen, ihre persönliche Mundhygiene zu verbessern. Ratsam ist neben zweimal täglichem Zähneputzen die tägliche Verwendung der Zahnseide oder anderer dentaler Hilfsmittel für die Zahnzwischenraumreinigung. Antibakterielle Mundspülungen runden die optimale Zahnpflege ab. Nicht zu vergessen ist überdies die professionelle Zahnreinigung (PZR), die ebenfalls regelmäßig durchgeführt werden sollte.

Hilft konsequente Mundhygiene nicht, ist der Gang zum Arzt unvermeidbar. Gleiches gilt für Diabetes-Patienten und Raucher. Parodontitis und Zahnfleischbluten werden durch Faktoren wie Diabetes mellitus und Nikotinkonsum verstärkt. Sollten Sie zu diesen Risikogruppen gehören, empfiehlt sich in jedem Fall der Gang zum Arzt.

Darüber hinaus sollten Sie umgehend einen Zahnarzt aufsuchen, sobald:

• das Zahnfleisch ungewöhnlich lange oder heftig blutet.
• das Zahnfleisch stark gerötet, sichtbar verändert oder geschwollen ist.
• das Zahnfleischbluten von starken Zahnschmerzen begleitet wird.
• Zahnfleischbluten und Schmerzen mit Mundgeruch, Fieber, allgemeinem Krankheitsgefühl und gelben Belägen auf dem Zahnfleisch einhergehen.

Der Zahnarzt wird die Ursachen der Beschwerden klären und gegebenenfalls eine Parodontitistherapie (Parodontosebehandlung) durchführen. Hierbei werden Zahnoberfläche und Mundraum in zwei Einzelsitzungen gereinigt und desinfiziert, um den gesamten Bereich möglichst weitreichend von schädlichen Bakterien zu befreien.