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Zahnverlust

Zahnverlust bei Erwachsenen liegt hauptursächlich in unbehandelter Parodontose

Wenn von Zahnausfall die Rede ist, geht es meist nicht um die Milchzähne, sondern um die 32 Zähne eines Erwachsenen. Der Austausch der Milchzähne zu den erwachsenen Zähnen ist bis zum Teenageralter, etwa mit 14 Jahren, abgeschlossen. Anschließend gibt es eine Ruhephase, nach der für manche Menschen schon mit etwa 20 Jahren der Besuch beim Zahnarzt wegen ZahnverlustZahnverlust bei Frau im Frontzahnbereich nötig wird.

Es gibt drei Kategorien, nach denen der Zahnverlust eingeteilt wird:

Traumatische Verluste entstehen durch Unfälle, pathologische durch Krankheiten und genetische durch Veranlagung.

Parodontose, Parodontitis und Karies gehören beispielsweise zu den pathologischen Ursachen, denn sie entstehen in aller Regel durch unsachgemäße Pflege. Parodontitis ist der entzündliche Zahnfleischrückgang, der für lockere Zähne sorgt, die schließlich ausfallen, wenn nichts dagegen unternommen wird. Die Krankheit tritt besonders häufig ab dem 40. Lebensjahr auf, wird aber auch bei jungen Erwachsenen diagnostiziert.

Karies kennt wortwörtlich jedes Kind, denn die Gründe für die berühmten Löcher in den Zähnen werden unter anderem durch Zucker gelegt: Das ständige Nuckeln an einer Babyflasche, in der zudem gesüßter Tee bereitgehalten wird, kann schon die Milchzähne schädigen, bevor diese überhaupt den Weg durch den Kiefer gefunden haben. Die Gefahr wird immer wieder unterschätzt, die Kinder leiden eventuell ein Leben lang unter den Folgeschäden.

Zahnpflege schützt

Dabei ist Zahnpflege sehr einfach: Regelmäßig zum Zahnarzt zur Prophylaxe und zu Hause mindestens zwei Mal täglich Zähneputzen sind minimale und wenig zeitaufwendige Maßnahmen, um späteren Zahnproblemen vorzubeugen. Die Basis für eine regelmäßige Zahnpflege, die wie das Waschen zu einer lebenslangen Gewohnheit wird, sollte bereits mit den ersten Milchzähnen gelegt werden.
Weiterhin können Wurzelentzündungen, chronische Krankheiten, die sich auch auf die Zähne ausbreiten oder hier für Folgeerkrankungen verantwortlich sind - Beispiel Osteoporose, die zu Knochenabbau führt -, und viele andere Ursachen trotz guter Pflege zu einem Zahnverlust führen.

Auch gegen Erbanlagen für schlechte Zähne hilft nur allerbeste Pflege, sowohl zu Hause als auch beim Zahnarzt. Auf diese Weise kann rechtzeitig vorgebeugt werden, denn der Zahnverlust wird nach Möglichkeit vermieden: Das Ziel sind immer zahnerhaltende Maßnahmen, bevor ein Zahn endgültig aufgegeben wird.

Mit Zahnverlust sofort zum Zahnarzt

Unfälle dagegen passieren unverhofft: Auf dem Spielplatz, in der Schule, auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub oder beim Sport können gesunde oder bereits leicht geschädigte Zähne durch einen Zusammenstoß oder einen Sturz, aber auch beim kräftigen Biss auf eine harte Brotkante verloren werden.

Zahnverlust sollte man nie auf die leichte Schulter nehmen. Alle übrigen Zähne müssen mehr leisten, wenn nur ein einziger Zahn fehlt. Es kommt zu Fehlbelastungen für Zähne, Kaumuskeln und Sehnen, weil die Lücke keine Kauarbeit leisten kann und daher die Nahrung nicht mehr an der gewohnten Stelle zerkleinert wird. Sie wird auf Zähne verlagert, die dafür nicht vorgesehen und mit der ungewohnten Arbeit auf Dauer überlastet sind. Schlimmstenfalls können Essstörungen auftreten, weil die Mahlzeiten keine Freude mehr machen. Außerdem verschieben sich die Zähne um die Lücke herum, sodass sogar Sprachprobleme auftreten können.

Je mehr Zähne betroffen sind, desto schneller geht das Zahnfleisch zurück, denn die anregenden Kaubewegungen fehlen: Sie sind unter anderem für Stabilität und Gesundheit von Zähnen, Zahnfleisch und Kiefer verantwortlich. Der Teufelskreis bekommt eine Eigendynamik, es gehen immer mehr Zähne verloren. Dem Zahnfleischverlust folgt der Knochenschwund. Schließlich ist die Grundlage für fest verankerte Drittzähne nicht mehr vorhanden, es kann kein Knochenaufbau mehr geleistet und nur noch ein Gebiss verordnet werden.

Implantat oder Gebiss

Die modernste Lösung heißt Zahnersatz in Form von Implantaten. Das klassische Gebiss zum Herausnehmen kann natürlich ebenso einen Zahnverlust auffangen. Implantate sind dagegen fest im Kieferknochen verankert und dadurch sicherer. Sie sind zwar teurer, dafür lange haltbar und erfordern keine zusätzlichen Umstände. Natürlich muss jeder Zahnersatz bei regelmäßigen Zahnarztbesuchen kontrolliert werden: Ein Gebiss wird an einen über die Jahre veränderten Mundraum angepasst, ein Implantat auf seine Stabilität in älter werdenden Kiefern überprüft.

Zahnarztangst führt häufig zu Zahnverlust, weil die Ursachen nicht behandelt werden können. Bei uns werden Sie sich wohlfühlen: Wir beraten Sie und nehmen uns viel Zeit für Sie!

Parodontose
Letzte Aktualisierung dieser Seite vom Berliner Zahnzentrum: 26.06.2015